Podcast: Die rote Liste

Die rote Liste der bedrohten Wörter und Redewendungen

Die rote Liste: Benzen

“Benzen” – ein vielseitiges bayerisches Verb, das vom insistieren über das quengeln bis zum penetranten Nörgeln alles bedeuten kann. Es droht, aus dem Sprachgebrauch zu verschwinden, doch wir können dagegen angehen. Lasst uns dafür kämpfen, dass “Benzen” nicht vergessen wird!

Die rote Liste: Letten

Der Begriff “Letten” bezeichnet einen schlammigen Boden oder Matsch. Der Begriff existiert bereits seit dem Althochdeutschen als “Letto” und im Mittelhochdeutschen als “Letten”. Obwohl der Ursprung nicht ganz klar ist, wird “Letten” auch als Fachausdruck für sandigen Ton verwendet. Dieser Fachbegriff leitet sich von dem allgemeinen Ausdruck für Matsch ab. In Namen wie Lettenbichler oder

Die rote Liste: Kletzen

In Bayern und Österreich wird die Dörrbirne liebevoll als “Kletzen” bezeichnet, ein Ausdruck, der jedoch zunehmend in Vergessenheit gerät. Ursprünglich vom mittelhochdeutschen Wort “Klötzen” abgeleitet, wurden die Birnen zum Trocknen gespalten. Die Kletzen ist eine speziell gezüchtete Obstsorte für die Dörrobstherstellung. Trotz des Rückgangs in der Verwendung des Begriffs bleibt die Kletzen in Redewendungen erhalten,

Die rote Liste: Niedertracht

Das Wort “Niedertracht” beschreibt eine Art des bewussten bösen Denkens und Handelns. Ursprünglich bedeutete “niederträchtig” sich herablassend zu benehmen, bevor es im 18. Jahrhundert die negative Bedeutung von Bosheit und Gemeinheit annahm. Heute wird “Niedertracht” selten genutzt, obwohl das Konzept des Bösen allgegenwärtig ist.

Die rote Liste: Bärendreck

Der Begriff “Bärendreck” wurde früher für Lakritze verwendet, entweder wegen ihrer Ähnlichkeit zu Bärenhinterlassenschaften oder aufgrund des Süßholzsafts, den Bären mögen. Heutzutage ist dieser Spitzname selten und Lakritze weniger beliebt. Dennoch erinnert er vielleicht an die Kindheit, als Lakritze nicht gemocht wurde und daher als “Bärendreck” bezeichnet wurde.

Die rote Liste: Eigsahmt

“Eigsahmt”, ein bayerisches Wort, das “eingesäumt” bedeutet, hat im Bayerischen eine zusätzliche Bedeutung: wohlhabend oder betucht sein. In der heutigen Zeit kann “eigsahmt” auch als Synonym für vermögend oder wohlhabend betrachtet werden, insbesondere in Bezug auf Immobilienpreise in Regionen wie Rosenheim.
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